Kroketten (vegan, zerowaste, palmölfrei)

Kroketten gibt es bei uns nicht so oft. Eigentlich nur wenn wir mit meinen Eltern an einem Festtag zusammen kommen. Meine Kinder haben bisher immer in die Röhre geguckt wenn es welche gab, weil meine Eltern einfach keine veganen Kroketten finden konnten. Es gab dann immer die Normalen aus der Tiefkühlabteilung. Ich habe selber nach gesehen, in allen Supermärkten in der Umgebung gibt es nur Kroketten mit Milch. Das hat uns eigentlich auch gar nicht weiter gestört, außer eben an den Festtagen.

Nun, dieses Jahr zu Weihnachten, hat mein Vater mir mitgeteilt, er würde es schöner finden, wenn meine Kinder die Kroketten auch essen könnten. Also gut. Vor einigen Wochen den Testlauf gestartet – allerdings mit frittierten Kroketten: Verlief bestens! Es tut mir leid, ich habe nur vage Mengenangaben, eigentlich wollte ich das Rezept vor Weihnachten noch einmal austesten, dieses Mal die Kroketten jedoch im Backofen ausbacken. Allerdings habe ich das nicht mehr geschafft. Ich werde die Daten nach Weihnachten noch einmal updaten. Außerdem habe ich eine extrem große Menge gemacht. Ich wollte von vornherein mehr machen, da ich welche einfrieren wollte (wenn man sich schon mal die Mühe macht…):

Hier das Rezept:

  • 2,8 kg Kartoffeln
  • eine Hand voll Petersilie
  • ein bis zwei TL Salz
  • Pfeffer
  • 2 bis 3 Prisen Muskatnuss
  • etwas Wasser
  • eventuell etwas Mehl oder Maisstärke

Außerdem:

  • einen großen Topf
  • eine Küchenmaschine
  • eine Tiefe Pfanne
  • viel Brat-Öl zum frittieren
  • einen Teller
  • ein Geschirrtuch
  • eventuell einige Gläser, um den Überschuss einzufrieren
Die Kartoffeln schälen und anschließend in einem ausreichend großen Topf mit genügend Wasser weich kochen. Die Kartoffeln kann man nun entweder abkühlen lassen oder gleich weiter verwenden: Kartoffeln mit Petersilie, Salz, Pfeffer und Muskatnuss in eine Küchenmaschine geben und durchpürieren. Eventuell für diesen Vorgang etwas Wasser zu der Masse geben, jedoch vorsichtig und nur in kleinen Mengen (am besten esslöffelweise).
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Mein Teig ist viel zu flüssig geworden (ich hatte zu viel Wasser dazugegeben). Um das wieder auszugleichen habe ich nach und nach je einen Esslöffel Mehl hinzugefügt und mit einem Löffel in den Teig eingearbeitet. Für diesen Vorgang habe ich den Teig, in eine andere große Schüssel gegeben, um besser rühren zu können. Nicht zu viel Mehl dazu geben, sonst stimmt einerseits die Würzung wieder nicht und andererseits werden die Kroketten zu trocken.
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Nun in einer Pfanne auf höchster Stufe soviel Öl erhitzen, dass die Kroketten gut von mindestens drei Seiten frittiert werden können. (Wer eine Fritteuse hat, kann natürlich diese nutzen.) Wenn das Öl heiß genug ist (Blasen steigen auf) den Herd zwei bis drei Stufen herunter schalten. Mit zwei Esslöffeln einige Teigklumpen in das heiße Öl setzen. Bei der Größe bin ich konsequent bei irgendwas zwischen einer Walnuss und einem Tennisball geblieben… ^^
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Nach etwa vier Minuten sind sie von der Unterseite fertig, dann mit einem Löffel umdrehen.
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In der Zwischenzeit einen Teller mit einem Küchenhandtuch auslegen. Nach weiteren vier Minuten überprüfen wie die Kroketten aussehen. Eventuell noch mal von jeder Seite zwei Minuten weiter ausbacken. Dann mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf das vorbereitete Handtuch legen.
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Neuen Teig in die Pfanne setzen. Die fertigen Kroketten gut mit dem Handtuch von oben und den Seiten abtupfen.
Ich hatte während des Ausbackens ein großes Bügelglas neben dem Herd stehen und habe gleich einen großen Teil der frischen Kroketten zum tief frieren dort hinein getan. Bevor ich sie eingefroren habe, habe ich noch abgewartet bis sie vollständig ausgekühlt waren.
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Insgesamt fand ich die Aktion ziemlich gut, und wir werden ab jetzt vermutlich häufiger Kroketten essen. Wir haben uns von den Kroketten immer wieder mal einige einzelne als Beilage für Suppen aufgetaut und im Backofen aufgewärmt.
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Uns allen hat das gut gefallen. Allerdings möchte ich beim nächsten Durchgang testen, wie sie werden wenn man sie im Ofen macht. Meine Freundin hatte mir gesagt, sie spritzt sie immer im Spritzbeutel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Diese frittierte Variante ist sehr lecker, doch insgesamt finde ich sie auf Dauer zu fettig. Außerdem finde ich diese massive Verwendung von Öl nicht nachhaltig. Hin und wieder ist das sicher ok, aber um sie regelmäßig zu machen, wäre es mir im Backofen lieber.
Ich werde das testen und dann berichten.

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