Mit Soße bitte!

Jaja, ich weiß, es gibt mindestens eine Person, die auf das Bild von unserem Vorratsschrank wartet – glaub mir, liebe Schwester, ich bin genauso gespannt wie du, was da alles drin ist…. 😀 . Aber leider hatte ich noch keine Zeit dessen Inhalt zu sichten… Es läuft momentan eher so: „Oh Mist, wir brauchen Linsen. Sind noch welche da?“ – „Nein, ich finde keine, aber wir haben hier noch Bohnen in der Dose.“ „Ok. Nehmen wir die, das Rezept wird sicher auch mit Bohnen schmecken…“

Da ich ja weiß, das mein Blog vor allem von absoluten Nicht-Kochern und ganz frischen Neu-Veganern, besucht wird, gibt es heute, statt dessen, einmal kurz und knackig unser Basis-Soßen-Rezept. Man nennt sie wohl im allgemeinen Sprachgebrauch Bechamel-Soße, bei uns heißt sie nur die weiße Soße. Wir kochen sie wenns den alten Klassiker gibt: Kartoffeln mit Gemüse und Soße… mhmmmm. (Hier im Bild: Kartoffeln mit Spargel, weißer Soße und kurz gebratenem gewürfeltem Räuchertofu)

Spargel mit weißer Soße

Zutaten:

– 1-2 EL Margarine oder neutral schmeckendes Öl

– 2 EL Mehl (ich nehme immer Weizenmehl, weiß oder Vollkorn, geht beides – Vollkorn schmeckt natürlich „gesünder“)

– ca. 500-600ml Wasser (am Besten man nimmt hierfür das Wasser in dem zuvor das Gemüse gegart wurde, ich finde das harmoniert am Besten, außerdem machen Papa und Oma es auch so… 😉 )

– 1-2 TL Salz – mind. 1 TL Zucker (oder Agavendicksaft, Reissirup oder Urzucker schmeckt auch)

– Pfeffer

– 1 handvoll frische, gehackte Petersilie (optional)

In einem ausreichend großen Topf (ich meine das ernst, wir brauchen immer sehr viel Soße) die Margarine bzw. das Öl erhitzen bis es Blasen wirft. Den Herd runter schalten und das Mehl zügig mit einem Schneebesen einrühren. (Wirklich schnell sein, am besten Topf dazu kurz vom Herd nehmen, sonst brennt das Mehl so schnell an). Die Mischung kurz warm werden – anschwitzen – lassen. (Nach Barbara Rütting soll man das angeschwitzte Mehl nun erstmal für einen kleinen Moment auskühlen lassen, weil sonst Leber schädigende Stoffe entstehen? Ist mir neu, aber da das nur ein kurzer Arbeitsschritt ist, erwähne ich das hier einfach mal.)

Nun das Gemüsewasser zügig (klumpt sonst) einrühren und aufkochen lassen. Die Soße dickt nun an. Sollte sie am Ende noch nicht dick genug sein, einfach in einer Tasse 1 EL Stärke mit etwas Wasser vermengen, hinzufügen und noch einmal aufkochen lassen. Mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken. Ganz großartig macht sich hier nun noch gehackte Petersilie, nicht nur als Blickfänger.

Wer sie etwas sämiger und gehaltvoller haben will, kann die Hälfte des Gemüsewassers durch vegane Sahne ersetzen. Mir persönlich schmecken hier Hafer- und Reiscuisine am Besten, aber Sojacuisine funktioniert natürlich auch. Rice-Whip übrigens auch.

Diese Soße kann man auch ohne das Fett zubereiten. Einfach das Mehl allein kurz anschwitzen und mit der Flüssigkeit vermengen.

Schmeckt nicht nur auf Kartoffeln mit Gemüse, sondern auch sehr gut statt Sahnesoße auf Pasta. Oder mit Zwiebeln und Champignons auf Reis. (Für diese Variante wahlweise Champignons und Zwiebeln gesondert in einer Pfanne zusammen anschwitzen und hinterher in die Soße geben oder Champignons und Zwiebeln erst im Topf anschwitzen, Mehl drüber geben und dann die Flüssigkeit(en) hinzufügen.

Auch sehr schmackhaft sind noch ein bis zwei EL Hefeflocken in der Soße.

Guten!

3 Gedanken zu “Mit Soße bitte!

  1. Pingback: Ein Kindermenü |

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